Prof.Dr.

Mamoun Fansa

Biography

Mamoun Fansa  

ist am  27. August 1946 in Aleppo, Syrien ist Archäologe und Museumsdirektor a.D.

Fansa entstammt einer Aleppiner  Kaufmannsfamilie, die traditionell in der Seifenproduktion tätig war. Um nicht am Krieg gegen Israel teilnehmen zu müssen und aufgrund negativer Erfahrungen mit der Baath Partei, verließ Fansa 1967 Syrien mit gefälschten Papieren Richtung Deutschland und wurde für längere Zeit mit einem Einreiseverbot nach Syrien belegt.

Er studierte an der Fachhochschule für Kunst und Design in Hannover, Fachbereich Angewandte Malerei mit einem Diplom Abschloss , anschließend Vor- und Frühgeschichte an den Universitäten Hannover und Göttingen.

1976 Magisterabschluss. 1979 wurde er in Hannover mit der Arbeit Die Keramik der Trichterbecherkultur aus den Megalith- und Flachgräbern des oldenburgischen Raumes promoviert. Von 1972 bis 1978 arbeitet er neben dem Studium als Kunsterzieher. 

Nach dem Studium wurde Fansa Mitarbeiter am Institut für Denkmalpflege in Hannover. Er hat zahlreiche Ausgrabungen in  Niedersachsen durchgeführt. Von 1994 bis 2011 war Fansa Direktor des Landesmuseums für Natur und Mensch in Oldenburg, an dem er schon seit 1987 als Oberkustos in der vorgeschichtlichen Abteilung tätig war.

Als Direktor gestaltete er das Museum von einem Naturkundemuseum zu einem interdisziplinären Museum und verband Naturwissenschaft, Kulturgeschichte und Archäologie. Fansa ist seit 1997 Honorarprofessor für Geschichte an der Universität Oldenburg. Von 2011 bis 2016 war Fansa Vorstandsvorsitzender des Fördererkreis Museumsdorf Düppel e.V. Berlin Zehlendorf.

Fansa initiierte eine überaus erfolgreiche Wanderausstellung (von 1990 bis 2004) zur Experimentellen Archäologie, die über 14 Jahre lang in mehr als 30 europäischen Museen gezeigt wurde. Fansa war ebenfalls Initiator und Gründer der Europäischen Vereinigung zur Förderung der Experimentellen Archäologie und bis 2008 deren Vorsitzender.

Am Museum in Oldenburg war er zudem für weitere große Ausstellungen verantwortlich, wie „Saladin und die Kreuzfahrer“, „Friedrich II.“1194-1250 Welt und Kultur des Mittelmeerraums  „Ex Orient Lux“: zur Geschichte der Naturwissenschaft im Orient und Europa, „Die Kunst der früheren Christen in Syrien“ , „Lawrence von Arabienund andere Ausstellung über die historische Beziehung zwischen Orient und Okzident . s Wichtige Ausstellung Liste.

Das Museum in Oldenburg und Mamoun Fansa erhalten in den Letzen Jahren verschiedene Preis und Anerkennung:

Karl Jasper Medaille der Stadt Oldenburg (2011)

Landschaftsmedaille der Oldenburgischen Landschaft.(2006)

Persönlich Preis der hbs Kulturstiftung (2005)

Museumspreis der Niedersächsischen Sparkassenstiftung  für innovative Gestaltung(2007

Umweltpreis der Stadt Oldenburg (2008)

Das Museum ist  der Preisträger des bundesweit ausgetragenen Innovationswettbewerbes“365 Orte im Land der Ideen“

     

Schwerpunkt Forschung und Arbeitsbereiche:

Jungsteinzeit in Niedersachsen insbesondere: Die Großsteingräber.

Moorarchäologie: Moorwege, Moorleichen.

Experimentelle Archäologie.

Geschichte des historischen Dialogs zwischen Orient und Okzident

Museumsmanagement, Museumsgestaltung .